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Barenboim erhält Westfälischen Friedenspreis

Münster (ddp). Der Preis des Westfälischen Friedens geht in diesem Jahr an den in Argentinien geborenen Dirigenten und Pianisten Daniel Barenboim. Das gab die Wirtschaftliche Gesellschaft für Westfalen und Lippe (WWL) am Donnerstag in Münster bekannt. In der Kategorie «Jugendliche» geht der Westfälische Friedenspreis an die jungen Musiker des von Barenboim gegründeten West-Eastern Divan-Orchesters.

Der 67-Jährige erhält die von der WWL mit 50.000 Euro dotierte Auszeichnung für sein Bemühen um einen Dialog im Nahen Osten, um Annäherung und Versöhnung zwischen Israelis und Palästinensern. 1999 hatte Barenboim in Weimar das West-Eastern Divan-Orchester gegründet, in dem junge Juden, Moslems und Christen gemeinsam musizieren. Der Dirigent und Pianist setze weniger auf die Macht des Wortes am Rednerpult, sondern im Zusammenspiel mit dem Orchester auf die Macht der Musik, heißt es in der Begründung der Jury.

Barenboim, der auch die israelische und palästinensische Staatsangehörigkeit besitzt, ist nach Preisträgern wie dem ehemaligen tschechischen Präsidenten Václav Havel, Ex Kanzler Helmut Kohl oder dem ehemaligen Generalsekretär der Vereinten Nationen, Kofi Annan, der siebte Träger dieser Auszeichnung. In der Kategorie «Jugendliche» waren bereits die Sternsinger (2004) und die Gemeinschaft Junger Malteser (2008) geehrt worden.

Der Preis wird seit 1998 alle zwei Jahre im Gedenken an den Westfälischen Frieden vergeben. Am 30. Oktober soll die Auszeichnung im historischen Rathaus zu Münster verliehen werden.


[Do, den 04.03.2010]

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