Das Schauspiel Köln wird mit Ödön von Horváths Ballade zur Weltwirtschaftkrise 1929 das Theatertreffen im Haus der Berliner Festspiele am 7. Mai eröffnen. In der Regie von Johan Simons und Paul Koek wird aus KASIMIR UND KAROLINE ein Stück energiegeladenes Musiktheater, eine Inszenierung, die die heutige Zeit spüren lässt – jenseits jeglicher Folklore.
Im Rahmenprogramm des Theatertreffens ist das Preisträger-Stück des Impulse-Festivals 2009 eingeladen: Gintersdorfer/Klaßens gefeierte Performance OTHELLO C’EST QUI ist ein grandioses Spiel um Liebe und Theater und um das, was beginnt, wenn das Spiel aufhört Spiel zu sein.
Abschließen wird das Festival Nicolas Stemanns Uraufführung von Elfriede Jelineks DIE KONTRAKTE DES KAUFMANNS vom Thalia Theater Hamburg (22. bis 24. Mai). Die Autorin hat diesen Text über die Scheinhaftigkeit globaler Geldströme noch vor dem Finanzcrash geschrieben und mit ihm jene surreale Hysterie vorweggenommen, in der Lust am Untergang mitschwingt. Aus dem nahezu vierstündigen Stemann-Jelinekschen Textvollzug wird überraschenderweise ein Happening mit Suchtgefahr.
Das Theatertreffen findet vom 7. bis zum 24. Mai 2010 statt.
[So, den 07.03.2010]
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