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Symposion bei Bayreuther Festspiele: 'Wann geht der nächste Schwan?'

Das Symposion "'Wann geht der nächste Schwan?' Wunder zwischen Strategie und Emergenz" findet in Kooperation der Bayreuther Festspiele und der Freien Universität Berlin am 4. und 5.08.2010 in Bayreuth statt

"WANN GEHT DER NÄCHSTE SCHWAN?"
WUNDER ZWISCHEN STRATEGIE UND EMERGENZ
Internationales Symposion der Bayreuther Festspiele und der Freien Universität Berlin
4. und 5. August 2010 - Beginn jeweils 10 Uhr
Probebühne IV - Festspielhügel / Eintritt frei

Konzeption und Leitung:
Clemens Risi, Robert Sollich, Anna Toewe

Organisation:
Gerda Mayer

Telefon: 0921-7878-0
E-Mail: symposion@bayreuther-festspiele.de

Wunder gibt es bekanntlich immer wieder und, was
vielleicht noch erstaunlicher ist, es gibt sie immer noch.
Ungeachtet aller Religionskritik und Aufklärungsschübe
der letzten Jahrhunderte sind Wunder in aller Munde
geblieben. An Wunder wird geglaubt, Wunder werden
beschworen, Wunder werden beschrieben, und dafür
muss man nicht einmal nach Lourdes pilgern. Es genügt
ein Blick ins Hollywood-Kino, in die Rhetorik von
Sportreportagen oder zu den Bayreuther Festspielen,
wo dieses Jahr wieder eines der wohl berühmtesten
Wunder der Operngeschichte auf dem Spielplan
steht: das plötzliche Auftauchen eines namenlosen,
von einem Schwan gezogenen Ritters, dessen bloßes
Erscheinen eine gespaltene Welt zu einen und zu
erlösen verspricht und als dessen wahres Wunder nicht
nur eingefleischten Wagnerianern die Musik gilt.
Die Neuinszenierung des Lohengrin durch Hans
Neuenfels soll zum Anlass genommen werden,
im Rahmen eines Symposions religiöse, politische
und ästhetische Facetten des Wunder-Begriffs zu
beleuchten und, ausgehend von Wagners Romantischer
Oper, Reiz und Gefahren von Wundergläubigkeit zu
diskutieren.

PROGRAMM
MITTWOCH, 4. AUGUST 2010
10.00 Uhr

Begrüßung: Festspielleitung
Einführung: Clemens Risi, Robert Sollich

WUNDER IN RELIGION UND POLITIK
10.30 Uhr
Friedrich Wilhelm Graf
(Ludwig-Maximilians-Universität München):
Wunderwünsche deuten - über den Bedarf an Unterbrechung des Alltags

Christoph Bochinger (Universität Bayreuth):
Der Eingriff des Unverfügbaren -
Wunder in religionswissenschaftlicher Perspektive


12.00 Uhr
Ute Frevert
(Max-Planck-Institut für Bildungsforschung Berlin):
Moderne Politik, charismatische Herrschaft und die Vertrauensfalle

Claus-Dieter Osthövener
(Bergische Universität Wuppertal):
Wagners Musikdramen in der protestantischen Diskussion bis 1918


WUNDER VON DIESER WELT
15.00 Uhr
Sibylle Peters
(Forschungstheater im FUNDUS THEATER, Hamburg):
Anleitung zur Wundersuche

Natascha Adamowsky (Humboldt-Universität Berlin):
Wunder des Meeres - kultur- und medienästhetische Überlegungen zur Repräsentation des Inkommensurablen

Jan Lazardzig (Freie Universität Berlin):
Techniken des Wunderbaren

MUSIKTHEATERWUNDER
17.00 Uhr
Friedemann Kreuder (Johannes Gutenberg- Universität Mainz):
Von "Schwanfeldern" und Schwanenrittern - Zur Theatralität des Wunder(lande)s in der mittelalterlichen Giulleria und bei Richard Wagner

Sieghart Döhring (Universität Bayreuth/ Forschungsinstitut für Musiktheater Schloss Thurnau):
Das Wunderbare und die Geschichte - Lohengrin und die Traditionen von romantischer und historischer Oper


DONNERSTAG, 5. AUGUST 2010
10.00 Uhr
David J. Levin (University of Chicago):
Wunder Punkt - Bemerkungen zu einer zwiespältigen Ästhetik der Opernszene

Martin Puchner (Harvard University):
Die Benennung der Welt

WUNDER UND POPULÄRKULTUR
11.30 Uhr
Jens Roselt (Stiftung Universität Hildesheim):
Wunder mit Hymen - Szenen der Jungfrau von Orléans
Gunter Gebauer (Freie Universität Berlin):
Wunder und Glauben im Sport
So, den 25.07.2010
Bayreuther Festspiele
Festspielhügel 1-2
Deutschland - 95402 Bayreuth
Telefon: +49/921/78780
Telefax:
http://www.bayreuther-festspiele.de

http://www.bayreuther-festspiele.de/symposion (Der ZDFtheaterkanal ist für externe Links nicht verantwortlich)

weitere Informationen:
Bayreuther Festspiele GmbH
Spielzeit Juli/August
Leitung Eva Wagner-Pasquier, Katharina Wagner
Etat ca. 8.000.000.- EUR
Zuschüsse ca. 4.543.000.- EUR
Bauvorhaben: 23 Millionen EUR
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