Jubel für Neuinszenierung von Pfitzners «Palestrina» in München
München (ddp). Die Neuinszenierung der selten gespielten Künstleroper «Palestrina» von Hans Pfitzner (1869 -1949) ist am Montagabend im Münchner Nationaltheater vom Publikum gefeiert worden. Besonders umjubelt waren der englische Tenor Christopher Ventris in der Titelrolle des Renaissancekomponisten Giovanni Pierluigi da Palestrina, die Sopranistin Christiane Karg als dessen Sohn Ighino, der Bariton Falk Struckmann als Kardinal Carlo Borromeo, Bariton Michael Volle als päpstlicher Legat Giovanni Morone sowie der britische Tenor John Dazak als Kardinallegat Bernardo Novaregio.
Begeisterten Applaus gab es auch für die Dirigentin Simone Young, Generalmusikdirektorin in Hamburg, am Pult des Bayerischen Staatsorchesters. Die Inszenierung ist eine Koproduktion mit der Hamburgischen Staatsoper. In den Beifall für Regisseur Christian Stückl und sein Team mischten sich auch Buhrufe. Stückl ist Intendant des Münchner Volkstheaters und inszenierte erstmals an der bayerischen Staatsoper.
Hans Pfitzners fast vierstündige Oper erzählt die Geschichte des italienischen Komponisten Giovanni Pierluigi da Palestrina, eines der bedeutendsten Tonschöpfers des 16. Jahrhunderts. Dessen «Palestrinastil» wurde durch das Konzil von Trient (1545 - 1563), mit dem die römische Kirche auf die Reformation reagierte, als offizielles Vorbild der katholischen Kirchenmusik anerkannt. Pfitzner machte daraus eine Parabel auf das Verhältnis zwischen Künstler und Politik in einer sich radikal verändernden Welt, in dem sich auch sein eigenes Schaffen spiegeln sollte. Die spätromantische Oper wurde 1917 am Münchner Prinzregententheater uraufgeführt.
Regisseur Stückl und sein Bühnen- und Kostümbildner Hageneier blieben weitgehend an der Oberfläche der Handlung, sparten allerdings nicht mit Regieeinfällen. So ließ Stückl die Konzilsteilnehmer in einer langen Stretch-Limousine vorfahren oder Papst Pius IV. als überlebensgroße Puppe in einem pinkfarbigen Schrein auftreten. Während die Sphäre des Komponisten und seines Sohnes realistisch dargestellt wurde, erschienen die kirchlichen Würdenträger überwiegend als derbe Karikaturen in neonfarbenen Kostümen.
Di, den 20.01.2009
Bayerische Staatsoper 
Max Joseph Platz 2
Deutschland - 80539 München
Telefon: +49/89/218501
Telefax: +49/89/21851133
presse@st-oper.bayern.de www.staatsoper.de
Kasse
Telefon: +49/89/21851920
Telefax: +49/89/21851903
tickets@st-oper.bayern.de Montag bis Freitag: 10 bis 18 Uhr
Samstag: 10 bis 13 Uhr
Abendkasse:
1 Stunde vor Vorstellungsbeginn
weitere Informationen:
Oper, Ballett
Regiebetrieb des Landes
Theaterleitung
GMD Kent Nagano – 2013
Intendant Nikolaus Bachler
Ballettdirektor Ivan Liška
Geschäftsführender Direktor Roland Schwab
Etat ca. 86 Mio. €
Zuschüsse ca. 53 Mio. €
Einspielergebnis: über 40 %
Personal 854 + Gäste
Sänger: 24 + 281 Gäste, Opernstudio: 8, Chor: 92, Bayerisches Staatsorchester: 154, Orchester-akademie: 14, Tänzer Bayerisches Staatsballett: 67, Techniker: 202, Werkstätten: 195, Verwal-tung/Hauspersonal: 73
Besucher ca. 550.000
Premieren 2010/2011
Dvořák RUSALKA
ML Tomáš Hanus
R Martin Kušej 23.10.2010
Beethoven FIDELIO
ML Daniele Gatti
R Calixto Bieito 21.12.2010
Ravel / Zemlinsky
L’ENFANT ET LES SORTILÈGES / DER ZWERG
ML Kent Nagano 27.2.2011
Bellini
I CAPULETI E I MONTECCHI
ML Yves Abel
R Vincent Boussard 27.3.2011
Messiaen
SAINT FRANÇOIS D’ASSISE
ML Kent Nagano
R Hermann Nitsch 1.7.2011
Mozart MITRIDATE, RE DI PONTO
ML Ivor Bolton
R David Bösch 21.7.2011 – im Prinzregententheater
Das Repertoire der Spielzeit umfasst 53 Opern aus vier Jahrhunderten.
Bayerisches Staatsballett
www.bayerisches.staatsballett.de
Direktor Ivan Liška
Stellv. Direktorin Bettina Wagner-Bergelt
Premieren 2010/2011
WOHIN ER AUCH BLICKT… / DA-PHNIS UND CHLOÉ
Ballett von Jörg Mannes / Teren-ce Kohler 21.11.2010
ILLUSIONEN – WIE SCHWANENSEE
Ballett von John Neumeier 21.4.2011
… und weitere zehn Ballettabende im Repertoire.