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Insolventem Kunsthaus Tacheles droht die Räumung

Berlin (ddp-nrd). Dem Kunsthaus Tacheles in Berlin-Mitte droht das Aus. Der Eigentümer des Gebäudes, die HSH Nordbank, beharre auf einer Räumung des Hauses, teilte der vorläufige Insolvenzverwalter des Tacheles-Vereins, Joachim Voigt-Salus, am Donnerstag in Berlin mit. Die Bank wolle das Hausgrundstück in der Oranienburger Straße versteigern.

Tacheles-Vorstand Martin Reiter zufolge hatte der Verein am 31. Dezember einen Insolvenzantrag gestellt. Durch das Insolvenzrecht sei der Verein aber nicht mehr geschützt, sagte Voigt-Salus. Der Mietvertrag des Tacheles sei bereits Ende 2008 abgelaufen und nicht verlängert worden. Zudem habe die Bank bereits einen Räumungstitel erwirkt. Reiter kritisierte das Vorgehen der HSH Nordbank. Durch eine Schließung des Tacheles würde die Kreativszene in Berlin-Mitte erheblich geschwächt.

Der Verein werde sich nun mit offenen Briefen an Berlins Regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) sowie die Regierungschefs Schleswig-Holsteins und Hamburgs als Eigentümer der HSH Nordbank wenden, um über einen Kauf des Kunsthauses durch den Verein zu verhandeln, sagte Reiter. Um den von einem Sachverständigen ermittelten Kaufpreis von 3,5 Millionen Euro aufzubringen, hofft er auf die Unterstützung von Bund und Ländern.

In dem ehemaligen Kaufhaus hatten Künstler kurz nach der Wende ihre Ateliers eingerichtet. Im Februar würde das auch unter Touristen beliebte Kunsthaus sein 20-jähriges Jubiläum feiern.
Do, den 14.01.2010
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3.405.000 Einwohner

Der Berliner Kulturetat hat im Rechnungsjahr 2007 ein Volumen von 364.383.780.- €, das sind 1,7 % des Gesamthaushalts und rund 42 Millionen € weniger als 2006. Für 2008 stehen 2,3 Millionen und für 2009 3,2 Millionen mehr zur Verfügung. 2008 – 2011 werden knapp 300 Millionen in die Sanierung Berliner Kultureinrichtungen investiert.
Die Theaterförderung (ohne Orchester und Konzerthäuser) des Landes beträgt 2007 insgesamt 194.530.000.- €. Das sind 11,8 Millionen weniger als 2005. Dieser Zuschuss geht an die Stiftung „Oper in Berlin“ mit den drei Opernhäusern und dem Staatsballett, die vier als Regiebetriebe geführten Schauspielhäuser (Deutsches Theater, Volksbühne, Maxim Gorki Theater und Theater an der Parkaue), die fünf großen (Berliner Ensemble, Volksbühne, Schaubühne, Renaissancetheater, Grips Theater) und acht kleinere Privattheater.
Die drei Opernhäuser wurden 2004 in die Stiftung „Oper in Berlin“ überführt. Der Zuschuss des Landes für die Stiftung wird von insgesamt 115,7 Millionen € (2004) bis zum Jahr 2009 auf 98,8 Millionen reduziert, das sind 16,1 Millionen € weniger, die durch besseres Management eingespart werden sollen. Für die notwendige Sanierung der Staatsoper unter den Linden, die etwa 130 Millionen kosten soll, will der Förderverein mit einer Spendenaktion 30 Millionen aufbringen. In die Sanierung der Komischen Oper, des Theaters an der Parkaue, der Volksbühne, des Deutschen Theaters, der Schaubühne, der Deutschen Oper und des Friedrichstadtpalasts werden von 2008 – 2011 114,3 Millionen investiert. Von den freien Theatergruppen bekommen 2007 insgesamt 25 eine Basisförderung, 20 eine Einzelprojektförderung und sieben eine Spielstättenförderung. Insgesamt gehen an diese Theater im Jahr 2007 Zuschüsse in Höhe von 4.215.000.- €. Das sind 792.000.- € mehr als 2005.

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