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«Focus»: Gebot für Bau der Elbphilharmonie war offenbar zu niedrig

München/Hamburg (ddp). Ein Bausachverständiger erhebt im Zusammenhang mit dem Bieterkampf um die Hamburger Elbphilharmonie einem Medienbericht zufolge schwere Vorwürfe gegen das Unternehmen Hochtief. Um den Zuschlag für das Projekt zu bekommen, soll Hochtief 2006 mit 138 Millionen Euro einen zu niedrigen Preis angeboten haben, berichtete das Nachrichtenmagazin «Focus». Eine angemessene Offerte hätte 52,8 Millionen Euro höher liegen müssen, schrieb der Bausachverständige Franz-Josef Schlapka dem Bericht zufolge in einer Klageerwiderung mit Verweis auf Standardberechnungen für Konzertsäle.

Hochtief hatte zuvor Schlapka verklagt, da er behauptet hatte, es sei «Methode» der Branche, durch Nachschläge Gewinne zu machen. Das sei erstmals ein Beleg dafür, dass die Kostenrisiken damals nicht ehrlich dargestellt worden seien, sagte Peter Tschentscher von der Hamburger SPD dem »Focus".

Die Elbphilharmonie ist seit Jahren ein Streitobjekt in Hamburg. Das Haus sollte die Stadt zunächst 77 Millionen Euro kosten. Mittlerweile liegt der von der Bürgerschaft bewilligte Kostenanteil am 500-Millionen-Euro-Bau bei 323,5 Millionen. Kürzlich hatte Hochtief der städtischen Realisierungsgesellschaft ReGe einen detaillierten Terminplan übergeben, wonach sich die Eröffnung des Konzerthauses auf 2013 verschiebt.
So, den 13.06.2010
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weitere Informationen:


Hamburg erhält mit der Elbphilharmonie ein neues imposantes Konzerthaus, das einen der zehn besten Konzertsäle der Welt beheimaten soll. Klassische Musik, Musik des 20. und 21. Jahrhunderts und Popmusik bekommen einen herausragenden Aufführungsort. Die Elbphilharmonie wird ein neues Wahrzeichen für die Stadt und gleichzeitig ein Haus für alle sein. Nach der Entscheidung der Hamburgischen Bürgerschaft vom 26. Oktober 2005 ist der Weg für Hamburgs neue Konzerthalle auf dem Kaispeicher A frei.

Der neue Gebäudekomplex wird zwei Konzertsäle, ein Hotel mit internationalem Konferenzbereich, Wohnungen, eine Plaza auf 37 Metern Höhe, einen Wellness-Bereich, einen Night Club und im Kaispeicher zahlreiche Parkplätze enthalten. Er entsteht nach Entwürfen der renommierten Schweizer Architekten Herzog & de Meuron.

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