2. performing arts festival am oldenburgischen staatstheater
Die erfolgreiche Premiere von PAZZ 2008 hat nicht nur Oldenburg kräftig auf der Festivallandschaft markiert, PAZZ hat in der Zwischenzeit weitergelebt. Die Idee, mit einem bunten und lebendigen Festival einen Marktplatz zu öffnen, hat dazu geführt, dass künstlerische Freundschaften entstanden sind, die mit großer Energie gepflegt werden und Ertrag bringen: Allein fünf Koproduktionen sind bei PAZZ 2010 zu erleben. Die jeweils einzigartigen Elemente eines Festivals, das in seinen Formaten und künstlerischen Ansätzen so vielgestaltig ist wie sein Festivallogo (und wie unsere Wirklichkeit, die sie spiegeln), haben begonnen sich miteinander zu verknüpfen. So ist ein Netz entstanden, das immer kräftiger und tragfähiger wird. Künstler, die bei PAZZ 08 gespielt haben, geben in diesem Jahr Workshops oder sind erneut mit einer Produktion vertreten, so u. a. Analogue, Theatre Replacement, Berlin und Volker Gerling
Neben den ›Großen‹ der Szene wie Suse Wächter, Gob Squad, Rimini Protokoll, Tim Crouch und Jürgen Kuttner sind viel versprechende Nachwuchsperformer wie Boris Nikitin oder das internationale Performance-Kollektiv 1927 dabei.
Bei PAZZ IN PROGRESS liegt das Augenmerk auf den Arbeitsprozessen, deren Präsentation, kein fertiges Stück, am Ende der Probenphase zu besichtigen ist. Die verschiedenen Produktionsweisen eines Staatstheaters und der freien Gruppen können sich dabei gegenseitig befruchten: »Finally an answer how a big house and a smaller brother can match« befand die Gruppe Berlin beim letzten Mal. Der eigentliche Gewinner dieses Austauschs aber ist natürlich das Publikum. Denn in neun prall gefüllten Festivaltagen erwartet die Zuschauer in Oldenburg nicht nur eine aufregende Mischung internationalen Theaters und unterschiedlichster Kunstformen, sondern auch die seltene Gelegenheit, mit allen Künstlern ins Gespräch zu kommen – nach den Vorstellungen und im Festivalzentrum.
Fr, den 05.03.2010
weitere Informationen:
Oper, Schauspiel, Tanz, Junges Staatstheater, Niederdeutsches Schauspiel
Körperschaft des öffentlichen Rechts
Theaterleitung
Generalintendant Markus Müller
GMD Alexander Rumpf
Leitender Regisseur Schauspiel K.D.Schmidt
Hausautor und Hausregisseur Marc Becker
Verwaltungsleiterin Sigrid Eißfeller
Etat (2006) 21.214.000.- €
Zuschüsse 18.678.000.- €
Personal 378
Sänger: 14 + Gäste
Schauspieler: 20 + Gäste
Tanz: 10, Chor: 30
Orchester: 68, Technik: 129
Verwaltung: 20
Gagen von 1.550.- - 3.500.- €
Besucher (05/06) 189.339
Im Herbst 2007 wird eine neue Spielstätte in der Exerzierhalle
eröffnet. Ab 2007 Kooperation der Tanzcompagnien Oldenburg und Bremen: nordwest. Direktor: Honne Dohrmann, Choreograph in Oldenburg: Jan Pusch.