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Harald Schmidt spürt «lustiger Witwe» nach

--Von ddp-Korrespondent Frank Bretschneider--

Düsseldorf (ddp). Harald Schmidt ist schon seit seiner Kindheit ein Fan der Operette: «Ich war als Kind oft kränklich und habe dann im Radio immer das Wunschkonzert gehört», sagt Schmidt. Sein Star sei damals Fritz Wunderlich gewesen. Da wundert es nicht, dass Schmidt sich nun hinter den Kulissen an einer der bekanntesten Operetten versucht. Das Projekt stellte er am Mittwoch in Düsseldorf vor. Bei Franz Lehars «Die lustige Witwe», die in der Deutschen Oper am Rhein am 4. Dezember Premiere hat, ist Schmidt als Regieassistent und «Maskottchen» dabei, wie er es nennt.

Seine Arbeit sei die eines «Korrektivs», das gegebenenfalls Verbesserungen vorschlägt und für die «Betreuung im atmosphärischen Zwischenreich der Kantine» zuständig sei, sagt Schmidt. Es handle sich um eine Aufgabe, die an Bedeutung nicht zu unterschätzen sei: Produktionen, bei denen diese Funktion fehle, endeten oft in einer «vorzeitigen Abreise», gibt Schmidt zu bedenken. Darüber hinaus habe er bei den Proben «Applaus im Ein-Mann-Betrieb» geliefert, weil er wisse, wie wichtig solche Unterstützung den Künstlern sei.

Die «eigentliche fachliche Arbeit» haben Schmidt zufolge Regisseur Christian Brey, mit dem er am Staatstheater Stuttgart schon das «Hamlet»-Musical auf den Weg brachte, und Generalmusikdirektor Axel Kober geleistet. Er dagegen sei vergleichbar einem Ministerpräsidenten oder Fußball-Nationaltrainer lediglich der «Wohlfühlonkel» gewesen. Den Experten in Sachen Musik und Inszenierung reinzureden sei nicht sein Ding: «Ich bin zwar größenwahnsinnig, aber nicht anmaßend.»

Doch Schmidt-Fans, die nun eine Verballhornung der «Lustigen Witwe» erwarten, dürften wohl enttäuscht werden. Regisseur Brey und Schmidt versprechen zwar eine modernisierte Version, die im heutigen Frankreich in Paris spielt - «am Hof von Carla Bruni als Hintergedanke», wie Schmidt hinzufügt. Die aktualisierte Version der Dreiecksgeschichte spiele auch mit dem Motiv der Wirtschaftskrise, ohne das Thema überzustrapazieren. «Aber wir nehmen das Stück ernst und überladen es nicht mit ironischer Handlung», betont Brey.

In den Hauptrollen sind die Sopranistin Morenike Fadayomi als «lustige Witwe» Hanna Glawari sowie der Tenor Will Hartmann als deren Geliebter Graf Danilo zu erleben. Hartmann, der regelmäßig Gastspiele im In- und Ausland gibt, sieht das Genre der Operette zu Unrecht nicht ernst genommen. Ein Stück wie die «lustige Witwe» etwa lote alle Facetten der menschlichen Gefühle aus.

Schmidt sagt, ihn würde es freuen, wenn die von ihm mitbetreute «lustige Witwe» einen «Operettenboom» auslöse. Hinweise auf sein Operetten-Engagement werde er aber in seiner Fernsehshow nicht geben. Er habe etwas dagegen, wenn Leute in einem Medium darauf hinweisen, dass sie auch in einem anderen Medium aktiv seien.
Mi, den 25.11.2009
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weitere Informationen:
Theatergemeinschaft Düsseldorf-Duisburg gGmbH
Theaterleitung
Generalintendant: Christoph Meyer
Geschäftsführender Direktor: Jochen Grote
Ballettdirektor: Martin Schläpfer
GMD: Axel Kober
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Premieren Spielzeit 2009/10

Premieren Oper

Peter Grimes
Oper von Benjamin Britten, Inszenierung: Immo Karaman
Premieren:
FR 18.09.2009 – Opernhaus Düsseldorf
SO 08.11.2009 – Theater Duisburg

Salome
Oper von Richard Strauss, Inszenierung: Tatjana Gürbaca
Premieren:
SA 19.09.2009 – Theater Duisburg
SO 08.11.2009 – Opernhaus Düsseldorf

Rigoletto
Oper von Giuseppe Verdi, Inszenierung: David Hermann
Premieren:
SA 24.10.2009 – Theater Duisburg
FR 05.03.2010 – Opernhaus Düsseldorf

Die lustige Witwe
Operette von Franz Lehár, Inszenierung: Christian Brey und Harald Schmidt
Premieren:
FR 04.12.2009 – Opernhaus Düsseldorf
FR 12.02.2010 – Theater Duisburg

Robin Hood
Abenteueroper von Frank Schwemmer, Inszenierung: Svenja Tiedt
Premieren:
SA 05.12.2009 – Theater Duisburg
MO 21.12.2009 – Opernhaus Düsseldorf

Les Paladins
Comédie lyrique von Jean-Phillipe Rameau, Inszenierung: Arila Siegert
Premieren / Szenische Erstaufführung in Deutschland:
DO 28.01.2010 – Opernhaus Düsseldorf
DO 29.04.2010 – Theater Duisburg

Louise
Roman musical von Gustave Charpentier, Inszenierung: Christof Loy
Premiere:
MI 17.02.2010 – Opernhaus Düsseldorf

Das Gesicht im Spiegel
Musiktheater von Jörg Widmann, Inszenierung: Gregor Horres
Premiere / Erstaufführung der vom Komponisten revidierten Fassung (2010):
SA 27.03.2010 – Opernhaus Düsseldorf

Tristan und Isolde
von Richard Wagner, Inszenierung: Claus Guth
Premiere:
SA 29.05.2010 – Opernhaus Düsseldorf
In Kooperation mit dem Opernhaus Zürich

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Premieren Ballett

b.01
Marsch, Walzer, Polka – Choreographie: Martin Schläpfer
Frank Bridge Variations – Choreographie: Hans van Manen
3. Sinfonie (Uraufführung) - Choreographie: Martin Schläpfer
Premieren:
FR 16.10.2009 – Opernhaus Düsseldorf
SA 13.03.2010 – Theater Duisburg

b.02
Kunst der Fuge - Choreographie: Martin Schläpfer
Premieren:
SA 05.12.2009 – Theater Duisburg
SA 19.12.2009 – Opernhaus Düsseldorf

b.03
Serenade - Choreographie: George Balachine
Signing Off - Choreographie: Paul Lightfoot und Sol León
Reformationssymphonie - Choreographie: Martin Schläpfer
Premieren:
SA 23.01.2010 – Theater Duisburg
SO 21.02.2010 – Opernhaus Düsseldorf

b.04
Baker’s Dozen - Choreographie: Twyla Tharp
Pavane auf den Tod einer Infantin - Choreographie: Kurt Joos
Neither (Uraufführung) - Choreographie: Martin Schläpfer
Premiere:
FR 30.04.2010 – Opernhaus Düsseldorf

b.05
Pezzi und Tänze - Choreographie: Martin Schläpfer
Irreversibel (Uraufführung) - Choreographie: Teresa Totemberg
Ramifications - Choreographie: Martin Schläpfer
3 - Choreographie: Martin Schläpfer
Premiere:
SA 12.06.2010 – Opernhaus Düsseldorf

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