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Veranstalter der Nibelungen-Festspiele sind zufrieden

Worms (ddp-rps). Die Veranstalter der Nibelungen Festspiele in Worms sind mit der Publikumsresonanz der diesjährigen abgespeckten Version des Freiluft-Theaters zufrieden. «Das Experiment ist gelungen, wir sind alle sehr glücklich», sagte die Sprecherin der Festspiele, Monika Liegmann, am Montag auf ddp-Anfrage in Worms. Alle sieben Aufführungen des Stücks «Teufel, Gott und Kaiser» seien ausverkauft gewesen. Damit haben knapp 4000 Zuschauer die Inszenierung von Dieter Wedel, die am Sonntag zum letzten Mal aufgeführt wurde, gesehen.

Hintergrund der kleineren Festspiele war eine Etatkürzung der Stadt Worms von 4,2 Millionen auf 1,15 Millionen Euro. Daher wurde auf ein in Auftrag gegebenes Stück verzichtet, der Zuschauerraum auf 560 Plätze um mehr als die Hälfte reduziert und die Probenzeit auf zwei Wochen beschränkt. Ob die diesjährigen Nibelungen-Festspiele kostendeckend gewesen seien, könne zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht gesagt werden, hieß es.

Für nächstes Jahr kündige Liegmann wieder «große Festspiele» an. Ihren Angaben zufolge steht dafür aber noch kein Spielort fest. Der Wormser Stadtrat hatte sich für das neu sanierte Theater ausgesprochen, Intendant und Regisseur Wedel will hingegen an der Spielstätte vor dem Dom festhalten. «Das Markenzeichen der Festspiele ist der Dom», sagte Liegmann.

Mit dem diesjährigen Stück über den Stauferkaiser Friedrich II. hatte in der neunten Spielzeit erstmals kein Nibelungen-Thema auf dem Programm gestanden. Wedel hatte dem neuen Werk Textpassagen berühmter Dramatiker wie etwa Shakespeare oder Lessing zugrunde gelegt. Während der sieben Aufführungen in den vergangenen Wochen improvisierten die Schauspieler immer wieder verschiedene Szenen.

Nach Angaben der Stadt Worms ist die Zukunft der Festspiele mittelfristig gesichert, auch wenn der konkrete Etat für 2011 noch nicht feststehe: Im kommenden Jahr werde das Stück «Jud Süß» aufgeführt. Dabei geht es um das Schicksal des später auch von den Nationalsozialisten für ihre Propaganda missbrauchten Juden Joseph Süß Oppenheimer. Im Jahr 2012 wird es dann mit einer Neufassung des Nibelungen-Stücks von Friedrich Hebbel wieder um den traditionellen Stoff gehen.

Am Montag reisten die Schauspieler der aktuellen Produktion, unter ihnen Heinz Hoenig, Meret Becker, Alexander Kamp und Dirk Bach, aus Worms ab. «Es war eine sehr intensive Zeit, da ist auch der Abschied ein bisschen traurig», sagte Festival-Sprecherin Liegmann.
Mo, den 26.07.2010
Nibelungen-Festspiele
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weitere Informationen:
gGmbH - Open Air
Intendant Dieter Wedel
Etat 4.700.000.- €

Personal
Schauspieler: 30
Statisten: 100
Besucher 2005: 19.000

Sommer 2007
Die letzten Tage von Burgund
R Dieter Wedel

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