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Die Deutsche Akademie der Darstellenden Künste repräsentiert seit fast fünfzig Jahren die deutsche Schauspielkunst. Schauspieler, Regisseure, Bühnenbildner, Dramaturgen, Intendanten sind ihre Mitglieder, die bedeutendsten Namen darunter. Erwin Piscator war einer ihrer Inspiratoren und ersten Präsidenten. Ihm folgten Harry Buckwitz, und – unter anderen – Claus Peymann, Jürgen Flimm und Günther Rühle.
Sie hat sich zu einer repräsentativen Akademie entwickelt, die ihre Aktivitäten im Laufe der Jahre neu bestimmte. In ihre Geschichte gehören sowohl die Aufsehen erregenden Demonstrationen zur Bewahrung bedrohter Bühnen, öffentliche Diskussionen, interne Beratung wie die Einbeziehung und Akzentuierung der künstlerischen Aktivitäten in Rundfunk und Fernsehen.
In Zusammenarbeit mit den Rundfunkanstalten unterhält die Akademie eine Jury, die monatlich das beste Hörspiel (Hörspiel des Monats) benennt und das Hörspiel des Jahres auszeichnet, um der gefährdeten Gattung permanente Aufmerksamkeit und Qualität zu sichern.
Der Erhaltung des künstlerisch anspruchsvollen Fernsehspiels, das dem populistischen Medium die Fähigkeit analytischer Durchdringung und erlebnisstarker Darstellung zuführt, gilt eine besondere Aufmerksamkeit. Das Fernsehfilm-Festival Baden-Baden, das die Akademie zusammen mit 3sat und mit Unterstützung der Stadt und der Festival Baden-Baden-Veranstaltungs-GmbH durchführt und das u.a. gefördert wird vom SWR und ZDF, ist das sichtbarste Zeichen.
Die Arbeit der Schauspieler auf dem Theater beobachtet die Jury der Akademie, die jeweils im März in Bensheim, gemeinsam mit der Stadt und der dort ansässigen Ringelband-Stiftung, den Gertrud-Eysoldt-Ring für die beste Rollengestaltung des vergangenen Jahres verleiht. Der "Förderpreis für Regie"geht an den Regie-Nachwuchs. Auch dem schauspielerischen Nachwuchs gilt mit der "Woche junger Schauspieler" das nachhaltige Interesse der Akademie.
Es ist ein Ziel der Akademie, im weiten Feld ihrer Beobachtungen Markierungen zu setzen, die dem Anspruch des Publikums auf Kunst und den der Schauspieler auf künstlerische Entfaltung und Gestaltung Geltung verschaffen.
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